Quickies II

Heute morgen sind mir beim joggen wieder einmal zwei Nordic Walker begegnet. Auch so ein Spuk, der schnell vorbei war, ich bedaure es fast ein bisschen, mein Spruch „Wie komme ich nach dem Nordic Walking wieder nach Süden?“ (Antwort: Einfach über den Pol drüber laufen) war einer der sichersten Brüller in meinem vorletzten Programm. Anderseits: Sama froh, dass dieses Gschwerl weitgehend verschwunden ist, wenn ich nur an dieses nervige Klack Klack Klalck denke, mit dem sich so eine Truppe schon aus der Ferne  angekündigt hat, und dann haben die alles erbarmungslos  niedergewalzt, was nicht niet- und nagelfest war, da war ein Sprung in die Büsche oft die letzte Rettung. Zur Blütezeit dieser sportiven Perversion habe ich einmal  den Vorschlag gemacht, dass man ihnen  die Stöcke auf 60 cm kürzen möge, dann würden sie selber merken, dass es bescheuert ausssieht. Besonders toll war es ja, so einem Geschwader von putzmunteren Mitfünfzigerinnen beim Aufwärmen zuzusehen, wenn sie sich mit ihren Birneärschen  in einen Halbspagat gezwängt haben.

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Habe beim Morgenkaffe einen Beitrag von Wolfgang Schäuble zum Thema Demokratie und Medien gelesen, dessen analytische Luzidität mich beeindruckt hat. Da ist mir wieder einmal klargeworden, wie leicht es sich die Politkabarettisten machen, wenn sie mit ihren herzlosen Rollstuhlwitzchen einen Mann in die Pfanne hauen, mit dessen Intellekt sie sich nie beschäftigt haben.  Überhaupt hat Politkabarett für mich etwas hämisch klugscheisserisch selbstgefälliges, Merkel sagt einmal brutto statt netto, und schon ist die Zunft für ein halbes Jahr versorgt. Entsprechend spiessig wirken solche Beiträge nach ein paar Jahren, die Halbwertzeit lässt sich anhand von Archivaufnahmen wunderbar nachprüfen. Und noch eine Bitte an die Zunft: Verschont uns bitte in Zukunft mit Bundesbahnwitzen, die in geradezu faszinierender Regelmässigkeit  als Kollateralprodukt des allgemeinen Rummoserns eingestreut  und  von einem auf konditionierte Reflexe geeichten Publikum stürmisch beklatscht werden. Es hat sich inzwischen herumgesprochen, dass  Züge manchmal verspätet sind.

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Ich habe irgendwo gelesen, dass es angeblich unmöglich ist, beim aufheben eines Frisbees cool auszusehen. Mein Sohn hat mich aufgeklärt, dass es durchaus eine Methode gibt, ein am Boden gelandetes Frisbee wieder hochzubekommen, allerdings nicht durch bücken, sondern durch hochkicken (mit dem Fuss, muss geübt werden) und dann nach einer Körperdrehung um 180 Grad hinter dem Rücken aufzufangen. Klingt glaubwürdig!

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Über christianueberschall

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