Ein Schweizer am Limit

Gestern abend, 20.30, Hofbräukellerbiergarten. Wir sind zu zweit und suchen einen Platz. Alle Tische sind besetzt, an 30% der Tische gibt es jedoch 2 bis 3 freie Plätze, die allerdings entweder mit Kliedungsstücken, Taschen etc. belegt sind oder die Gäste machen sich so breit, dass klar ist, dass zusätzliche Tischnachbarn unerwünscht sind.  Nach der vierten Abfuhr platzt mir dann der Kragen und ich erlaube mir die Bemerkung: „Ist das ein Biergarten oder ein Privatklub? Es kann ja wohl nicht sein, dass  hier ein Drittel der Plätze für Facebook-Freunde freigehalten wird, die ihren Arsch nicht hochkriegen!“ Das wurde mit einem schnippischen „Das kann nicht nur sein, das ist so!“  quittiert, und zwar auch noch aus dem Mund einer attraktiven Frau. Ich war kurz davor, zu sagen: „Gestatten, Christian Überschall, schwarzer Gürtel in Kung Fu“ und mich einfach hinzusetzen und hinzuzufügen „Ah ja, in erste Hilfe bin ich auch übrigens auch ausgebildet!“ Habe ich mir dann doch verkniffen, weil: 1. Versuche immer, cool und souverän zu bleiben! und 2. mit solchen Leuten möchte man gar nicht an einem Tisch sitzen.

So ähnlich wie gerade beschrieben geht es mir gelegentlich in Schumanns Tagesbar, da sind auch grundsätzlich 20% der begehrten Stühle mit Blick auf die Strasse mit Einkaufstüten belegt, und wenn man schon die beleidigte Fresse derjenige sieht, die man höflich um Entfernung Ihrer Taschen gebeten hat, vergeht einem die Lust, in dem Aurabereich  dieser Personen zu sitzen. Fazit: Solche Lokale am besten boykottieren.

PS: Wie merkt man eigentlich, dass jemand, der immer beleidigt schaut (wie ca 50% der Passagiere in der 1. Klasse der Bundesbahn), beleidigt ist?

*** 

Bloggen passt perfekt in das Zeitalter der Empörungskultur, man kann alle seine aufgestauten bzw. eben nicht aufgestauten Grolle bequem loswerden, ohne andere zu langweilen, Blogs sind ja nicht Pflichtlektüre.

 

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Über christianueberschall

I am a strange and amazing guy!
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